Bald ist es soweit, die nächsten Freunde verlassen Suzhou in
Richtung Schottland. Irgendwie schon ein komisches Gefühl zu
sehen, wie immer wieder Leute gehen. Damit Susan und John ein
wenig China in der Heimat haben werden, haben wir mit allen
möglichen Freunden zusammengelegt und ihnen die Truhe gekauft,
die sie so oder so haben wollten.

So, dann mal schnell noch ein Foto von den Beiden, bevor sie sich
verdrücken und weiter gehts. Aber keine Angst, ohne
eine Abschiedsparty lassen wir sie nicht gehen.

Bevor es aber die Abschiedsparty gibt, gehts erstmal zum Oktoberfest.
Ja, ihr habt richtig gelesen, Oktoberfest. Bei den Massen an Deutschen
hier in der Gegend wird die Tradition hoch gehalten. Und die Chinesen
haben einen Riesenspass dabei.

Im Kempinski in Wuxi war alles Wiesn mässig vorbereitet. Die
Lebkuchenherzen waren frisch gebacken, der deutsche Braumeister hat
frisches Paulaner gebraut, König Ludwig und Sissi haben sich
die Ehre gegeben und die echte Wiesnband war Einsatzbereit. Ein richtig
blau-weiss-rot-gelber Abend eben,

Die Band hat richtig Leben in die Bude gebracht. Der schnellste
Glockenspieler Bayerns, die schnellsten Massbiertrinker Suzhous, die
Glocken von Rom und schon tobt das Zelt.


Ich sag da nur: "Yi... Er... Gan Bei", wie das
altbekannte "Oas... Zwoa... Gsuffa" frei ins chinesische
Übersetzt wird. Was der Sänger übrigens
hervorragend gemeistert hat. Die Band ist schon seit 15 Jahren in China
unterwegs. Hier noch zwei "Originale Bayern" im Zelt und
Hääs:

Nach dieser anstrengenden Nacht sind wir am Sonntagmorgen erst mal
gemütlich nach Shanghai gefahren. Mal wieder auf den
Fotomarkt, ein paar Sachen umtauschen. Da Regina der Meinung ist, dass
es in Shanghai ausser dem Fotomarkt auch noch andere Dinge zu sehen
gibt, hat sie sich Liz geschnappt und die beiden haben
Stephan einfach am Markt abgeliefert und sind bummeln gegangen.

Kaum 2 Jahre in China aber noch kein einziges Mal in der Taikang Lu?
Das
konnte Liz nicht glauben. Und wir auch nicht, nachdem wir da waren.


In einer Seitenstrasse haben wir dann das chinesische
Standartmodel gefunden. Mit Hut, auffälligen Schuhen und dem
Freund, der versucht im Schatten Bilder mit einer Digiknipse zu machen.
Einfach nett.

Natürlich darf bei einem solchen Tag nicht der Abschluss mit
einem schönen Essen fehlen. Da wir in Suzhou noch keinen guten
Thailänder gefunden haben, gibts heute eben Essen beim Simply
Thai. Einfach und gut.

Zurück in Suzhou haben wir endlich mal ein Foto von den
Wanderarbeitern machen können. Die gibt es hier
überall, wo es eine Baustelle gibt, und davon gibts viele.
Überall sind kleine Zeltstädte wo die Arbeiter sich
einrichten - meist direkt auf der Baustelle. Und dann wird garbeitet
solange genügend Licht vorhanden ist.

Jetzt ist es aber soweit und wir feiern die Abschiedsparty für
Susan und John. Heul, Schluchz und so. Fast wäre es eine
"Indoor Grillparty" geworden, da die Dachterasse frisch renoviert
worden ist, und es noch nicht ganz klar war, ob alle Arbeiten auch
wirklich fertig gebracht worden sind. Hat aber irgendwie geklappt.

Das Wetter hat sich auch von der freundlichen Seite gezeigt und es hat
nicht geregnet. Was die einzelnen Bilder für Geschichten haben,
nun das sind wirklich wieder andere Geschichten, die wir hier nicht
ausbreiten werden ;-)

Damit Susan und John sich gleich Freunde in Schottland machen
können, haben wir ihnen eine chinesische Flagge besorgt, auf der
alle unterschrieben haben und natürlich auch ihre Wünsche
hinterlassen haben. Mal schauen, wie mutig sie sein werden in
Schottland. Die besten Wünsche haben wir ihnen auf jeden Fall in
den Fluglaternen mit auf den Weg gegeben.


So schnell können 3 Jahre rum sein. Schwupps, kaum in China
gelandet schon wieder zurück. Mal schauen, wir haben ja noch 11
Monate vor uns. Bis dahin werden wir uns die Zeit auch so vertreiben.
Zum Beispiel in der Ping Jiang Lu.
Kein Tag, an dem man nicht auf irgendwelche mehr oder weniger
professionellen Fotografen und ihre Models trifft. Das macht eigentlich
richtig Spass, denen zu folgen und kräftig mit knipsen. Und es ist
ansteckend, das kommt dann schon mal vor, dass da ein Profi, ein Lauwei
und ca. 7 Chinesen hinter dem Model herlaufen. Ausserdem soll noch
einer behaupten, die Chinesen seien nicht tolerant. Sind sie
nämlich schon. Sogar verbotenen Organisationen aus dem Ausland
werden hier freundlich unterstützt.....

Langsam aber sicher wird die geamte Strasse und der Stadtteil hier
renoviert. Als wir hergekommen sind, haben die Arbeiten gerade
begonnen, zwischenzeitlich sind sie fast beendet.


Je mehr renoviert wird, desto mehr Touristen kommen. Je mehr Touristen
kommen, desto mehr kleine Kaffee- und Teehäuser gibt es. Passt
also ziemlich gut, finden wir. Wenn jetzt noch der ExPo Wahnsinn vorbei
ist, wirds wieder gemütlich.

So, wie das nun mit unserem Urlaub wird und was es sont noch neues
geben wird, das ist wie
immer eine andere Geschichte......
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Schuhmode...
...oder
was man in China so trägt. Irgendwann gibts da noch die
Bidlersammlung.....
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